Kirche wieder zur Besichtigung geöffnet

Die Maria-Magdalenen-Kirche in Eberswalde ist mit ihrer künstlerisch und historisch wertvollen Ausstattung auch in diesem Jahr wieder zur Besichtigung geöffnet. Von April bis Oktober 2019 sind die Öffnungszeiten Dienstag bis Sonnabend von 10-16 Uhr. Sonntags ist nach Möglichkeit zwischen 14 und 16 Uhr geöffnet. Natürlich ist während der Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen keine Besichtigung möglich, allerdings ist sie dabei auch geöffnet und wir laden herzlich zu allen Gottesdiensten, Konzerten und Veranstaltungen in der Kirche ein.

Herr Detlef Baumgart erwartet während der Öffnungszeiten als Mitarbeiter die Gäste in seiner kompetenten und freundlichen Art und kann auch über Ausstattung und Geschichte Auskunft geben. Auch Schulklassen und Gemeindegruppen sind herzlich eingeladen. Und auch in diesem Jahr wird es wieder Ausstellungen in der Kirche geben.

Auch eine Turmbesichtigung ist möglich. Dazu muss dann allerdings immer die Kirche kurzzeitig geschlossen werden. Bitte melden Sie sich mit Gruppen möglichst vorher im Gemeindebüro an, damit wir Turmaufstiege und Führungen planen können:  Tel. 03334 287508, E-Mail: info@kiche-eberswalde.de

Pfarrer Hanns-Peter Giering

Maria-Magdalenen-Kirche

Maria-Magdalenen-Kirche

Die Maria-Magdalenen-Kirche in Eberswalde

  • ist die Heimat der Evangelischen Stadtkirchengemeinde
  • ist seit mehr als 750 Jahren ein starker geistlicher Kraftort
  • ist gebaut zur Feier von Gottesdiensten, zum Gebet und zur heilsamen Stille
  • ist ein Juwel voller sehenswerter Kunstschätze
  • ist ein Ort, in dem sich die Geschichte der Stadt widerspiegelt
  • ist Spielstätte für verschiedenste Konzerte, Festakte, Aufführungen und Zusammenkünfte
  • ist Rahmen für viele sehenswerte Ausstellungen
  • ist als ältestes und größtes Bauwerk im Stadtzentrum eine Landmarke im Kreis Barnim
  • ist eine Station an der Europäischen Route der Backsteingotik

 

Wer als Besucher heute die Maria-Magdalenen-Kirche betritt, erlebt einen Raum, der durch Geschlossenheit und lebendige Ausstrahlung für sich einnimmt. Bei genauerem Hinschauen finden sich allerdings Zeugnisse einer Baugeschichte, die von der langen und wechselvollen Geschichte der Stadtkirchengemeinde geprägt ist.

 

Geschichte

 

Eine erste Kirche wurde hier um das Jahr 1250 von Bischof Rudger von Kerkow geweiht. Unter Einfluss des bald darauf im Bau befindlichen Klosters Chorin entstand in den Jahren zwischen 1285 und 1333 eine dreischiffige Basilika zwar ohne Querhaus, dafür aber mit zwei Seitenkapellen parallel zum Chorraum, die bald schon durch ein oberes Stockwerk ergänzt wurden. Die Bausubstanz dieser Kirche findet sich zu weiten Teilen in der heutigen Maria-Magdalenen-Kirche wieder. Viele Kapitellverzierungen im Inneren und die Figurenkapitelle an den Portalen weisen in die Bauzeit, also in das 14. Jahrhundert. Einzigartig ist das von der Zisterziensermystik beeinflusste überaus reiche Bildprogramm am doppelten Westportal. Als einziges bewegliches Ausstattungsstück aus jener Epoche blieb die Bronzetaufe erhalten, eine herausragende Arbeit ihrer Zeit.

Nach dem Wiederaufbau infolge des Stadtbrandes von 1499 entstanden Fresken, von denen Lilienmotive und eine überlebensgroßen Abbildung des Heiligen Christophorus erhalten sind. Zwei spätmittelalterliche Andachtsfiguren zeigen Martin von Tours und den auferstandenen Christus mit dem Segensgestus.

Der reich geschnitzte frühbarocke Hochaltar aus dem Jahr 1606 ist eines der bedeutendsten Zeugnisse aus der Zeit, in der das evangelische Brandenburg energisch versuchte, der Gegenreformation zu widerstehen. Das Bildprogramm des Altars stellt Jesus Christus in die Mittelachse.

Die erste Orgel wurde im Stadtbrand 1499 vernichtet. Aus dem Jahr 1783 stammt die in wichtigen Bestandteilen erhaltene Orgel von Ernst Marx (Berlin), einem Schüler des berühmten Meisters Joachim Wagner. Während des großen Orgelumbaus 1876 wurde sie in ihren neugotischen Prospekt gehüllt.

Das Äußere und das Innere der Kirche wird heute mitbestimmt durch die sehenswerten Ergebnisse der romantischen Restauration von 1875 und 1876, die Herman Blankenstein teilweise nach Anregungen von Friedrich August Stühler leitete. 

Eine jede Generation brachte mit ihren Möglichkeiten neue Elemente un dKunstwerke in die Kirche ien. So wuchs die MAria-Magdalenen-Kirche nicht nur zu einem Dokument der geschichtlichen Entwicklung der Stadt sondern vielmehr auch zu einem überzeitlichen Glaubenszeugnis heran. Sie ist heute ein mit Leben erfüllter Raum, in dem die Kirchengemeinde ihre Heimat hat.


Öffnungszeiten:Blick in den Chorraum

April bis Oktober 2019:  Dienstag bis Samstag jeweils 10 bis 16 Uhr;
ab Mai 2019 zusätzlich Sonntag 14 bis 16 Uhr

Besichtigungen und Führungen nach Absprache mit dem Gemeindebüro (Tel: 03334/287508)
Turmbesteigung ist möglich (Teil des Eberswalder Höhenpasses).

Eintrittspreise:
Spenden sind willkommen!

Adresse:
Evangelische Stadtkirchengemeinde Eberswalde
Kirchstrasse 6
16225 Eberswalde

Gemeindebüro, Frau Neumann (Sprechzeiten Mo, Di, Fr.: 9-12 Uhr, Do: 13.30 - 17.30 Uhr)

Tel: 03334/287508
Fax: 03334/287506
E-Mail: info@kirche-eberswalde.de

 

Fotos: oben: Hans-Peter Ende / unten: Hanns-Peter Giering

Der Text auf dieser Seite ist auszugsweise entnommen aus:

Hanns-Peter Giering: Die Maria-Magdalenen-Kirche in Eberswalde. Ein kleiner Kirchenführer. Selbstverlag, Eberswalde (2011), 36 S.

Das Heft ist erhältlich in der Kirche oder im Gemeindebüro.