Unser Leitbild
Die Evangelische Stadtkirchengemeinde ist Teil der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg schlesische Oberlausitz.
Im Kirchenkreis Barnim ist ihr Gemeindebereich im Zentrum und in den östlichen und mittleren Außenbezirken der Stadt Eberswalde gelegen. Die Maria-Magdalenen-Kirche ist die größte und geschichtsträchtigste Kirche im Nordbereich des Kirchenkreises.
Die Evangelische Stadtkirchengemeinde weiß sich der Tradition der Christlichen Gemeinde in dieser Stadt vom Zeitpunkt der Besiedlung an und darin besonders der reformatorischen Tradition verpflichtet. Dies gilt sowohl für den lutherischen Zweig der Reformation als auch für die Tradition der Reformierten, die durch Einwanderung im 17. und 18. Jahrhundert aus der Schweiz und aus Frankreich hier Heimat gefunden haben und deren Kirchenbautradition in der Johanniskirche noch sichtbar ist.
Die Evangelische Stadtkirchengemeinde versteht sich heute als missionarisch in die Stadt und das Umland hineinwirkende und sozial tätige Kirchengemeinde Sie hat eine breite reformatorische, kulturelle, soziale und auch kirchenmusikalische Tradition. Sie lebt in der Gemeinschaft des Kirchenkreises Barnim. Sie hält Beziehungen zu den Gemeinden des Ökumenischen Arbeitskreises am Ort. Sie weiß um das ambivalente Verhältnis, das sie im Laufe ihrer Geschichte zu den jüdischen Mitbürgern hatte und versteht heute die jüdischen Gemeinden als Gemeinden, die zum selben Gott unterwegs und ihr darin verbunden sind.
Die Evangelische Stadtkirchengemeinde stellt sich ihrer Verantwortung im Glauben für den Frieden, die Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung und versucht ihr Handeln darauf auszurichten. Sie lebt selbst von der Vergebung Gottes und ruft auf den Weg der Versöhnung. Die Evangelische Stadtkirchengemeinde setzt sich mit dem Islam auseinander mit dem Ziel, einen Weg friedlicher Gemeinsamkeit mit den muslimischen Mitbürgern zu finden.
Gemeindearbeit und Mission:
In der Evangelischen Stadtkirchengemeinde sind Menschen aller Altersgruppen entsprechend des neutestamentlichen Bildes vom Leib mit seinen Gliedern eingeladen am Gemeindeleben teilzunehmen und aktiv mitzuarbeiten. Der Gemeindekirchenrat und die Mitarbeiter sind bestrebt gemeinsam mit den übrigen Gemeindegliedern geeignete Aufgaben und Projekte zur Mitarbeit zu finden. Jeder soll in der Gemeinde seinen Ort finden. Das geistliche Zentrum aller Aktivitäten ist der gemeinsame Gottesdienst, der in unterschiedlichen Formen in der Tradition unserer Kirche gehalten wird. Hier geschieht Evangeliumsverkündigung durch Predigt, Sakrament und kreative Gestaltungsformen der Verkündigung.
In Gruppen, Kreisen und Arbeitsbereichen machen Gemeindeglieder miteinander Glaubenserfahrungen, die für sie auch in anderen Bereichen des Lebens hilfreich sein werden. Die Gemeindegruppen gestalten die Gottesdienste mit.
Im gemeindlichen Leben finden sich Bibelgesprächskreise, Gesprächskreise, vielfältige Aktionsgruppen, Mutter-Kind-Kreise und Seniorenkreise zusammen.
Im Jugendkeller finden Jugendliche nicht nur Möglichkeit zur Freizeitgestaltung und zu Aktionen, sondern der Keller und vielleicht einmal die Kinder- und Jugendkirche geben ihnen auch eine geistliche Heimat.
Im Evangelischen Kindergarten, in Kinderkreisen und Christenlehregruppen finden die Kinder der Gemeinde und auch viele andere Kinder Geborgenheit und machen Erfahrungen mit christlichem Leben und christlichem Glauben.
Die kirchenmusikalischen Gruppen (Kirchenchor, Kantatenchor, Posaunenchor, Gospelchor, Band und Instrumentalgruppen) bereiten die Gestaltung von Gottesdiensten vor und tragen mit ihrem musikalischen Können christliches Musikgut auf unterschiedlichste Art und Weise weit über die Grenzen der Kirchengemeinde hinaus und regen dabei zum geistlichen Singen und zum Glauben an. In der Mitwirkung am Religionsunterricht in den Schulen der Stadt und der geistlichen Begleitung der Evangelischen Schule „Kinderakademie“ kommt die Evangelische Stadtkirchengemeinde entsprechend ihren Möglichkeiten ihrem Bildungsauftrag nach.
Im Bereich der Stadtöffentlichkeit versucht die Evangelische Stadtkirchengemeinde dem Evangelium ihres Herrn und Heilandes Jesus Christus gemeinsam mit den anderen christlichen Gemeinden der Stadt eine hörbare Stimme zu verleihen. Dabei nutzt sie in besonderer Weise das Glaubenszeugnis, das die Maria- Magdalenen-Kirche in ihrer baulichen Tradition darstellt. Festaktionen wie der Eberswalder Krippenmarkt und die Nacht der offenen Kirchen helfen dabei Schwellenängste abzubauen und christlich geprägte Lebensräume allen Menschen anzubieten.
Die Kirchengemeinde nutzt die Medien, um über ihren Glauben, über ihre Traditionen und auch über ihre Veranstaltungen zu informieren und alle Menschen, die in der Stadt leben, zum Glauben einzuladen.
Sozialarbeit war immer schon ein Schwerpunkt christlichen Lebens in dieser Stadt. Unser Evangelischer Kindergarten, der 1832 gegründet wurde, ist einer der ältesten Kindergärten im Land Brandenburg.
Verschiedene Formen der Kranken- und Altenbetreuung finden sich in der Diakoniestation, der Marie-Jonas-Stiftung, dem Hospiz am Drachenkopf, den Feierabendheimen auf dem Drachenkopf, Freudenquell und dem Hannah-Heim, sowie den Heimen der Hoffnungstaler Anstalten. Die Evangelische Stadtkirchengemeinde weiß sich mit diesen kirchlichen Sozialarbeiten geistlich und im Leben verbunden. Darüber hinaus unterhält sie eine offene Seniorenbegegnungsstätte.
Mit dem Winterspielplatz hat sie gemeinsam mit anderen Trägern eine Arbeit zur Begegnung junger Familien begonnen und engagiert sich in der Arbeit eines Eltern-Kind-Zentrums.
